Was fördert die Konzentration?

 

Übungen zur Steigerung der Konzentration bei Kindern und Jugendlichen

Hier finden Sie eine kurze Darstellung von wirksamen und nachhaltigen Maßnahmen zur Förderung der Konzentration, die sich in meiner Praxis seit vielen Jahren bewährt haben. Viele dieser Übungen sind darauf ausgerichtet, dass Sie als Eltern Ihrem Kind dabei helfen können, seine Konzentration zu verbessern, ohne zwingend auf die Unterstützung durch externe Berater angewiesen zu sein.

Konzentration fördern: 20 Punkte für eine bessere Konzentration

 

Kontrolle über innere Impulse

Die inneren Ablenkungen werden durch verschiedene Übungen bewusst gemacht, zum Beispiel durch Gespräche, bei denen jeweils ein Gong ertönt, wenn der Schüler infolge einer inneren Ablenkung abgeschweift ist. Dann lernt der Schüler, seine Impulse in kurzen Stichworten aufzuschreiben, statt auszusprechen. Schließlich lernt er, einzelne Impulse im Gedächtnis zu behalten und dann nacheinander vorzutragen. In einem letzten Schritt wird dem Schüler vermittelt, wie er nicht zum Thema gehörende Impulse sich bewusst machen und loslassen kann.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: konzentriertes Zuhören – Steuerung von inneren Ablenkungsimpulsen

Kontrolle über äußere Impulse

Der Schüler lernt zu unterscheiden zwischen äußeren Ablenkungen, die sich seinem Einfluss entziehen, - wie etwa ein lärmendes Flugzeug - und solchen, die er vermeiden kann – wie etwa Anrufe auf dem Handy oder der Walkman auf dem Schreibtisch. Zunächst werden die vermeidbaren Ablenkungsquellen entfernt. Dann wird dem Schüler vermittelt, wie er sich von äußeren Quellen der Ablenkung durch mentale Techniken, wie zum Beispiel Gedankenbeobachtung und -steuerung oder einstudierte Automatismen, befreien kann. Sobald er diese beherrscht, können ihn die verführerischen Sachen in seinem Arbeitszimmer oder anderswo nicht mehr so extrem ablenken, sodass er sich besser konzentrieren kann.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: konzentriertes Arbeiten – Steuerung von äußeren Ablenkungsimpulsen

Starke innere und äußere Motivation

Die Abwehrhaltung gegenüber bestimmten Lerninhalten wird bewusst gemacht, zum Beispiel dadurch, dass die Schüler Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrnehmen und beschreiben, die dann auftreten, wenn unlustbetonte Lerninhalte real durchgeführt werden oder in der Vorstellung simuliert werden. Danach werden die Auswirkungen der Abwehrhaltung veranschaulicht, und zwar auf das Lernverhalten, auf Abspeicherung/Abrufen von Informationen im Gehirn sowie auf die gesamte Lebenssituation. Schulstress, familiärer Stress, Beeinträchtigung von Freiheit und Freude im Freizeitbereich, brachliegendes Potenzial, Zukunftsperspektiven usw. sind Punkte, die besonders häufig angesprochen werden. Motivationshemmnisse werden aufgedeckt und so weit wie möglich beseitigt. Alle Möglichkeiten zur Steigerung der Motivation werden ausgeschöpft, wie zum Beispiel: perfekte Arbeitsorganisation, optimale Lerntechniken, Einbau von spielerischen Elementen, Vermittlung übergeordneter Sinnzusammenhänge, positive Bestärkung und angemessene Belohnungen.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Auflösung der Abwehrhaltung – allmähliche Steigerung der Lust am Lernen

Klare Selbstwahrnehmung und Selbstbeobachtung

Die Schüler lernen, sich ihrer Gedanken bewusst zu werden, sowie der Emotionen und der körperlichen Reaktionen, die durch sie ausgelöst werden. So werden sie gewahr, wann sie vom Thema abschweifen, wie sie ihre positiven und negativen Emotionen zum Teil selbst erzeugen und wie sie durch ihre bis dahin meist unbewussten Gedanken Motivations- und Lernwiderstände erzeugen. Hierzu habe ich ein sehr differenziertes System von Übungen zur Selbstbeobachtung entwickelt, das sich in der Praxis als besonders effizient erwiesen hat, wenn Eltern die Übungen mit Ihren Kindern gelegentlich gemeinsam praktizieren. Diese Übungen nehmen nur sehr wenig Zeit in Anspruch, sind aber nach meinen Erfahrungen für viele Kinder und Jugendliche das beste Mittel, um die Konzentration zu verbessern.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Bewusstwerdung der eigenen Gedanken – Bewusstwerdung der Selbstprogrammierung

Gezielte Selbststeuerung

Die Schüler werden sich des Zusammenhangs bewusst zwischen ihrem Denken, Fühlen und Handeln und den Reaktionen anderer auf ihr Verhalten. Sie lernen, ihr Denken, Fühlen und Handeln so zu steuern, dass es zu gewünschten Resultaten führt. Dies wird erreicht durch die Analyse geeigneter Fallbeispiele aus ihrem Alltag und das Einüben von optimalen Handlungsabläufen bei aktuellen Konflikten und Zielen.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit – zielstrebiges und erfolgreiches Handeln

Freie Intuition und Selbstorganisation

Wenn Schülern von ihren Eltern in bester Absicht zu schnell und zu viel geholfen wurde, ist es sinnvoll, sie manchmal bewusst hängen zu lassen, wenn sie glauben, nicht allein weiter zu kommen. Um Frustrationen zu vermeiden, müssen die Aufgaben so gewählt sein, dass sie sie gerade noch aus eigener Kraft bewältigen können. Der Schwierigkeitsgrad wird dann allmählich erhöht, damit sie Schritt für Schritt über sich hinauswachsen können. Hilfreich dabei sind eine Minimierung der Lerninhalte und eine Lehrperson mit Engelsgeduld. Bevor von einem Schüler Fortschritte bei der Selbstorganisation erwartet werden können, muss dieser den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten entwickelt bzw. wiedergewonnen haben. Sobald er darauf vertrauen kann, dass seine Intuition ihn in der Regel mit situationsgerechten Denk- und Handlungsimpulsen versorgt, braucht sich niemand mehr um seine Selbstorganisation Sorgen zu machen.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: selbständiges Denken und Arbeiten – Vertrauen in eigene Fähigkeiten

Achtsamkeit

Den Schülern werden Techniken der frei schwebenden Aufmerksamkeit vermittelt. Mittels verschiedener Achtsamkeitsübungen lernen sie, unkonditioniert wahrzunehmen, innere Handlungsimpulse bloß zu beobachten, statt sie reflexartig in die Tat umzusetzen, und beim Ausüben einer Tätigkeit voll präsent zu sein. Als Eltern können Sie sich solche Achtsamkeitsübungen selber ausdenken, indem Sie ganz alltägliche Handlungen wie Essen und Trinken, Gegenstände balancieren usw. zu Übungszwecken verwenden. Als sehr wirksam haben sich in meiner Praxis bestimmte Atemübungen erwiesen, wie zum Beispiel die Übung Atemzüge zählen. Sie ist nicht nur eine hervorragende Achtsamkeitsübung, sondern auch bestens dazu geeignet, die Konzentration von Kindern und Jugendlichen zu steigern.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: achtsames Wahrnehmen – achtsames Handeln

Hohe Frustrationstoleranz

Es werden gezielt Situationen simuliert, in denen die Schüler eine Kette von Erfolgserlebnissen haben, bis plötzlich ein unüberwindbares Hindernis auftaucht, das Frustration, Konfusion und den damit einhergehenden Leistungseinbruch auslöst. Sobald den Schülern ihr Reaktionsmuster bewusst geworden ist, können alternative Verhaltensweisen eingeübt werden, die das Auslösen von Blockaden verhindern. Diese Schüler leiden darunter, dass sie ihrem hohen Ichideal nicht gerecht werden können und brauchen jemanden, der sie dabei unterstützt, ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. Das vom lateinischen frustra = vergeblich abgeleitete Wort Frustration verrät, was man auf keinen Fall tun sollte, wenn ein Schüler eine niedrige Frustrationstoleranz aufweist, nämlich etwas von ihm zu verlangen, was er in einer spezifischen Situation nicht leisten kann. Dadurch würde man seine Angst vor der Vergeblichkeit seiner Bemühungen nur verstärken. Man sollte seine Lernbemühungen mit Wohlwollen und Geduld begleiten, ihn ermutigen und häufiger loben als kritisieren.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: positiver Umgang mit Negativität – gesundes Selbstbewusstsein

Selbstliebe

In Gesprächen und Übungen unter Tiefenentspannung werden Eigenschaften bewusst gemacht und thematisiert, die jemand bei sich selbst nicht akzeptieren kann. Dann lernen die Schüler, sich Schritt für Schritt mit ihren Schattenseiten zu versöhnen, wo eine Veränderung nicht möglich ist. Dort wo sie gewünscht und möglich ist, werden Strategien erarbeitet, die der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit förderlich sind. Die Auswirkungen, die wachsende Selbstliebe mit sich bringt, können kaum überschätzt werden, da jemand, der sich selbst nicht mag, auch niemand anderen lieben kann und entsprechend selten die Erfahrung macht, geliebt zu werden. Schon kleinste Erfolge auf diesem Gebiet steigern das körperliche und seelische Wohlbefinden sowie Motivation, Konzentration und Leistung. Selbstliebe ist darüber hinaus die Voraussetzung dafür, dass sich all diese wichtigen Eigenschaften und Fähigkeiten entwickeln können, die mit "Selbst" beginnen wie Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein usw.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Selbstakzeptanz – Selbstvertrauen – Urvertrauen

Selbstdisziplin

Den Schülern werden die negativen Folgen fehlender Selbstdisziplin klar vor Augen geführt. Ihnen wird bewusst, dass sie entweder ihre Ansprüche ans Leben reduzieren oder sich selbst mehr abverlangen müssen und dass sie sich anderen unterordnen müssen, wenn sie nicht in der Lage sind, sich ihrem eigenen Selbst unterzuordnen. Die Einübung von Selbstdisziplin erfolgt zunächst in kleinen alltäglichen Dingen und wird dann allmählich auf übergeordnete Lebensziele ausgedehnt. So entsteht ein positives Verhältnis zur Leistung und zum engagierten Einsatz für selbstgewählte Ziele. Wichtig ist hier der Unterschied zwischen Selbstdisziplin und Selbstkasteiung, denn das Wort ist vom lateinischen discipulus = Schüler abgeleitet. Es geht also nicht darum, sich selbst einem Zwang auszusetzen, sondern von sich selbst zu lernen und sich selbst zu lehren.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Selbstdisziplin – Bereitschaft, sich selbst etwas abzuverlangen

Optimale Lerntechniken

Den Schülern wird der Zusammenhang demonstriert zwischen der Art der Abspeicherung von Informationen und der späteren Gedächtnisleistung beim Abrufen der Informationen. In kooperativer Zusammenarbeit mit den Schülern werden individuelle Lerntechniken entwickelt, die dazu führen, dass mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Leistung erzielt werden kann. Dafür sind in der Regel die Schüler besonders offen, die als notorisch faul gelten. Ich empfehle Eltern und Schülern, mit verschiedenen Lerntechniken zu experimentieren. Am besten eignet sich dafür das Vokabeln lernen. Jeder hat eine spezielle Technik, mit der er am effizientesten und nachhaltigsten lernt, und das ist nicht immer die, die man sich irgendwann mehr oder weniger zufällig angeeignet hat.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Verbesserung der individuellen Lerntechniken – effizientes Lernen – mehr Lernfreude

Befreiung von Projektionen

Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie die Leute, die sie für ihre schlechten Leistungen verantwortlich machen, – selbst wenn sie damit richtig liegen – nicht ändern können. Gibt es Probleme mit Lehrern, Mitschülern oder Eltern wird das eigene Projektionsmuster bewusst gemacht und seine negativen Folgen aufgezeigt. Glaubt ein Schüler zum Beispiel, er könne seinen verhassten Lehrer durch Leistungsverweigerung bestrafen, wird ihm vor Augen geführt, dass er nur sich selbst bestraft, wenn er seine emotionale Verletzung auf diese Weise abreagiert. Statt dessen werden mit ihm Alternativen entwickelt, wie er seinen Hass in produktive Energie umwandeln kann.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Bewusstmachung von Projektionsmustern – Auflösung negativer Reaktionsmuster – größere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen

Rückhalt in der Familie

Innerfamiliäre Spannungen können die Konzentrationsfähigkeit von Schülern stark beeinträchtigen. Bei schwerwiegenden Konflikten werden diese analysiert und schließlich aufgelöst oder zumindest entschärft. Innerhalb der Familie können strukturelle Probleme oft nicht geklärt werden, weil heftige Emotionen die Kommunikation erschweren. Ein neutraler, außen stehender Beobachter hat weitaus bessere Möglichkeiten, Lösungen zu finden für Grundkonflikte, die immer wieder zu Streit führen. Das gilt auch für außergewöhnliche Belastungen wie Trennung oder Scheidung. In vielen Fällen hilft eine Art Familienkonferenz, in der alle strittigen Punkte auf den Tisch kommen und gemeinsam ein Lösungskonzept entwickelt wird, dem alle Beteiligten zustimmen.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses – Auflösung familiärer Spannungen durch einen gemeinsamen Aktionsplan – weniger Stress in der Familie

Starker Stand bei Mitschülern – Mobbing

Den Schülern sollte ein ausgiebiger Austausch mit Gleichaltrigen außerhalb des Unterrichts ermöglicht werden. Ist dies gewährleistet, stellt die Umlenkung der Aufmerksamkeit während des Unterrichts von den Mitschülern auf das Lerngeschehen meist dennoch eine schwierige Aufgabe dar. Zunächst wird den Schülern der unmittelbare Zusammenhang zwischen ihrer Unachtsamkeit im Unterricht und ihren schulischen Leistungen vor Augen geführt. Dann wird ihnen vermittelt, wie sie zu Kommunikationsangeboten ihrer Mitschüler ohne Imageverlust Nein sagen können, zumindest in den Momenten, wo das Unterrichtsgeschehen ihre volle Aufmerksamkeit erfordert.
In meiner Lernpraxis werde ich immer häufiger mit dem Phänomen Mobbing konfrontiert, das lange Zeit von Lehrern und teilweise auch von Eltern bagatellisiert wurde. Da bei mir viele Übungen zur Innenbetrachtung zum Einsatz kommen, erlebe ich hautnah, was mit einem Kind passieren kann, wenn es von Mitschülern gemobbt worden ist. Besonders bei sensiblen Schülern kann eine starke Kränkung dazu führen, das ihr Gehirn stundenlang quasi lahmgelegt ist. Sie können dem Unterrichtsgeschehen nicht mehr folgen, versagen katastrophal bei Klassenarbeiten usw. Für diese Kinder habe ich spezielle Übungen entwickelt, wie sie durch Mobbing ausgelöste Blockaden auflösen können, und was sie prophylaktisch dagegen unternehmen können.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: bessere Beteiligung am Unterricht – weniger Ablenkungen durch Mitschüler – klarer Kopf auch nach Mobbingattacken

Reifes Verhältnis zu Lehrern

Bei Lehrern, die man nicht mag, ist es viel schwieriger, sich zu motivieren und zu konzentrieren. Den Schülern wird vermittelt, wie sie sich von der mangelnden Motivationsfähigkeit einzelner Lehrer unabhängig machen können, indem sie sich zum Beispiel über gute Lehrer, die es an jeder Schule gibt, freuen und über ihrer Ansicht nach schlechte nicht ärgern. Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie die Wahl haben zwischen der Opferrolle mit der Trotzreaktion Leistungsverweigerung und der Rolle des Überlegenen, der mit Eigenmotivation darauf reagiert, wenn die Fremdmotivation versagt. Manchmal reicht diese neue Sicht der Dinge bereits aus, um positive Veränderungen zu bewirken. Wo dies nicht der Fall ist, wird der Konflikt mit einzelnen Lehrern analysiert, von irrationalen Emotionen befreit und – falls notwendig – in Gesprächen mit den Eltern und/oder den betroffenen Lehrern entschärft.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: konstruktiver Umgang mit Lehrern – Förderung der Eigenmotivation – Vermeidung lehrerspezifischer Lern- und Prüfungsblockaden

Funktionaler Arbeitsplatz

In dem Rahmen, wie es die räumliche Situation zulässt, werden Objekte der Ablenkung wie Fernseher oder Handy aus der unmittelbaren Nähe des Arbeitsplatzes entfernt. Optimal wäre eine kleine Nische, in der sich ausschließlich Materialien befinden, die zu Lernzwecken dienen. Viele Schüler sträuben sich zunächst mit Händen und Füßen gegen eine solche Maßnahme. Gelingt es Ihnen aber, sie konsequent durchzusetzen, werden Ihre Kinder spätestens dann dankbar sein, wenn sie sich an die weitgehende Trennung von Arbeit und Freizeit gewöhnt haben, denn letztere können sie schließlich um so mehr genießen, je schneller und erfolgreicher sie ihren Pflichtanteil erledigt haben. Meist reichen wenige Tipps aus, um den Wettbewerbsnachteil auszugleichen, dem die schulischen Belange gegenüber den lustbetonten Ablenkungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz unterliegen, auszugleichen. Im Wesentlichen geht es darum, die räumliche Verfügbarkeit der Lernobjekte zu verbessern im Verhältnis zu den Ablenkungsobjekten.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: bessere Selbstorganisation durch funktionalen Arbeitsplatz – kürzere Lernzeiten – mehr Freizeit

Pubertät als einzigartige Chance der Persönlichkeitsentwicklung

Der alte Boden wird einem unter den Füßen weggerissen, ein neuer ist nicht in Sicht: Die Pubertät ist ein Schwebezustand. Was Jugendliche in dieser Lebensphase am meisten brauchen, ist ein Raum, in dem sie laut denken können, ohne dass die Gesprächspartner gleich mit Belehrungen und Konsequenzen aufwarten. Selbsterfahrung hat absoluten Vorrang vor eingetrichterten Werten und gesellschaftlicher Moral. Führt das dynamische Potenzial der Pubertät zu aggressivem Verhalten gegenüber anderen oder sich selbst bzw. zu Gehorsams- und Leistungsverweigerung, ist es die Aufgabe eines erwachsenen Begleiters, dieses Potenzial in Kanäle zu lenken, die dem Jugendlichen ebenso kurz- wie langfristig zugute kommen. Das wichtigste Mittel dabei ist das Freilegen negativer Emotionen sowie deren Neutralisierung oder Umwandlung.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Umwandlung negativer Energien in konstruktives Handeln – die eigene Mitte finden – optimale Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

Befreiung von Blockaden und Lernblockaden

Jede Blockade hat eine psychische und eine somatische Komponente. Hat ein Schüler zum Beispiel eine Blockade in Mathematik, so werden zunächst die Ursachen aufgedeckt, wie etwa ein Schockerlebnis nach der ersten 5 in Mathe. Dann werden die mentalen und körperlichen Folgen dieses Erlebnisses diagnostiziert, wie etwa Versagensangst mit akuter Verminderung der Sauerstoffzufuhr. Schließlich werden diese Blockaden durch Mentaltraining und gezielte Energiearbeit aufgelöst. Nähere Einzelheiten zu dem Thema finden Sie auf der Unterseite Blockaden und Lernblockaden unter dem Link Blockadenkreislauf.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Diagnose und Wahrnehmung von Lernblockaden – Auflösung von Lernblockaden

Tiefe natürliche Bauchatmung

Eine gut funktionierende natürliche Bauchatmung ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für körperliches Wohlbefinden und die Fähigkeit zur Konzentration. Liegen akute oder chronische Atemstörungen vor, wird den Schülern beigebracht, harmonisch und tief zu atmen, sodass es zu einer konstant guten Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff kommt. Bei stressbedingten Unregelmäßigkeiten der Atmung lernen die Schüler, sich mithilfe der Atmung aus kritischen Situationen zu befreien. Ein kurzer Check der Atmung und der wichtigsten Energiepunkte gehört seit mehr als zwanzig Jahren zu meinen analytischen Standards. Mir ist aufgefallen, dass die Anzahl der Schüler, deren Atemvolumen weit unter 50 Prozent des Möglichen liegt, deren Atemzüge pro Minute mehr als 20 betragen, deren Atmung arhytmisch ist und bei denen die Brust stark beteiligt ist, in den letzten 20 Jahren zugenommen hat. Die Umstellung auf eine gesunde Atmung ist im Prinzip einfach, meist aber langwierig, da auch die besten Atemübungen nicht helfen, wenn die Psyche auf flache Atmung programmiert ist.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: gesunde Atmung – Befreiung aus Stresssituationen wie Prüfungsangst – körperliches Wohlbefinden

Körperliches Wohlbefinden

Bei Krankheiten sollte grundsätzlich zunächst nach somatischen Ursachen gesucht werden wie falsche Ernährung, schädliche Umweltbelastungen oder neurologische Besonderheiten. Erst wenn diese nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden können und es sich offenbar um psychosomatische Symptome handelt, werden die Ursachen ausfindig gemacht und so weit wie möglich beseitigt bzw. abgeschwächt. Zu den häufigsten Ursachen psychosomatischer Erkrankungen zählen bewusste oder unbewusste Ängste, die zu Energieblockaden führen. Diese werden unter anderem durch Gespräche, Entspannungsübungen und Energiearbeit wie zum Beispiel Reiki oder Qi-Gong aufgelöst. Zum körperlichen Wohlbefinden ist die Abwesenheit von Schmerz unabdingbar. Wenn Kinder sich nicht konzentrieren können, sollte man eine häufige Ursache dafür nicht aus den Augen verlieren: Es ist keine Seltenheit, dass ein Kind mehrmals in der Woche Kopfschmerzen hat. Will man in einer solchen Situation seine Konzentration steigern, steht man auf verlorenem Posten. Dann sollte man kurzfristig dafür sorgen, dass die Kopfschmerzen verschwinden und langfristig die dafür verantwortlichen Ursachen herausfinden und beseitigen.
Auswirkungen der verbesserten Konzentration: Auflösung von Energieblockaden – klarer Kopf – größere Frustrationstoleranz